Am Samstag, den 08.08.2026, übten wir mit vier Feuerwehren gemeinsam mit dem Roten Kreuz den Einsatz mit gefährlichen Stoffen: Pöring, Zorneding, Ebersberg und Poing rückten zusammen mit der Kreisbrandinspektion und der neuen SEG-CBRNE des BRK Kreisverbandes Ebersberg aus.

Das Übungsszenario: Ein Mitarbeiter einer Radiologie stürzt mit einem Kontrastmittel in der Hand auf einer Treppe und reißt einen Kollegen mit sich. Bei der Rettung kontaminieren sich gleich drei Personen mit dem radioaktiven Kontrastmittel Technetium-99m. Das ist ein Einsatzstichwort, das für die Feuerwehren alles andere als Alltag ist.

Am alten Raiffeisen Lagerhaus trainierten über 50 Einsatzkräfte neben der Rettung der Verletzten vor allem den Umgang mit Messgeräten zum Eigenschutz sowie Aufbau und Betrieb eines Dekontaminationsplatzes. Unterstützt wurden sie dabei von der realistischen Unfalldarstellung (RUD) und der SEG-CBRNE des BRK, die Patienten liegend dekontaminieren und versorgen kann. Die Feuerwehren Pöring, Poing und Ebersberg verfügen für solche Einsätze bereits über spezielle Schutzanzüge und Messgeräte, im Ernstfall würde auch die Feuerwehr Grafing mit Spezialausrüstung hinzukommen.

Die Übung lieferte wertvolle Erkenntnisse für die Zusammenarbeit aller beteiligten Kräfte und bildet nun die Grundlage, um Einsatztaktik und -konzepte für den Ernstfall weiter zu verbessern.

Es hat sich einmal mehr gezeigt, dass die hohen Temperaturen vor allem auch für die Kräfte unter Atemschutz und in diesem Fall mit zusätzlichen Kontaminationsschutzanzügen eine extreme Belastung ist. Die Kräfte waren nach absolviertem Einsatz und der „Dekon“ sichtlich an der körperlichen Leistungsgrenze.

Herzlichen Dank an alle Kameradinnen und Kameraden der beteiligten Feuerwehren und BRK sowie das Team der realistischen Unfalldarstellung. Wir bedanken uns auch beim Bürgermeister Piet Mayr für den Besuch der Übung und die Brotzeit nach der Übung.