Bei der technischen Hilfeleistung denkt man zuerst an große Geräte wie Rettungsschere und -spreizer. Allerdings kann sich das Ganze auch auf engstem Raum mit sehr wenig Platz für Werkzeug und Helfer abspielen.

Beispiele dafür sind Arbeitsunfälle in unserem Gewerbegebiet aber auch in der Freizeit. Der festsitzende Ring am Finger der einfach nicht mehr runter will. Das Haustier, das einmal zu neugierig war und nicht mehr freikommt oder auch die kindliche Neugier, die für einen eingeklemmten Finger sorgt. Beispiele gibt es unzählige.

Im Rahmen einer Übung wollten wir genau diese kleinteiligen Szenarien proben. Natürlich ist das richtige Werkzeug dafür ein Baustein für den Erfolg aber wie immer braucht es auch Helfer, die die Taktik und die Geräte bedienen und beherrschen können.

Schnell ist nicht mal für einen Helfer Platz, man bräuchte aber drei oder gar mehr Hände, um sauber arbeiten zu können. Dann müssen viele Personen auf engstem Raum gut abgestimmt zusammenarbeiten. Hektik darf es hier nicht geben.

Auch die Schnittstellen zur medizinischen Versorgung rücken hier noch näher zusammen. Die Befreiungsaktionen dürfen auf keinen Fall weiteren Schaden verursachen. Eingeklemmte Körperteile dürfen nicht mit Kraft befreit werden, sondern im Idealfall wird alles, was den Patienten einklemmt entfernt, bis er befreit ist. Wärme und Funkenflug müssen dabei vom Patienten genauso fortgeführt und abgehalten werden wie abspringende Bauteile.

Bei der Übung blieb es bei Ketchup und zerkleinerten Wienern, die Komparsen blieben alle unverletzt und konnten das Ganze genau so wie die zahlreichen Teilnehmer auskosten.