Wir wurden zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage einer Wohnanlage mit Tiefgarage und sechs Gebäuden alarmiert. Die Anlage zeigte drei ausgelöste Brandmelder im Heizungsbereich an. Daraufhin ging ein Atemschutztrupp zur Erkundung in Richtung Heizung vor. Der Rest der Mannschaft aus dem HLF begann mit dem Aufbau der Löschwasserversorgung und stellte einen Löschangriff über die Zufahrt der Tiefgarage in Richtung Heizung her. Auch ein Lüfter mit entsprechender Stromversorgung wurde in Richtung Heizung in Stellung gebracht. Der Heizungsraum wurde vor Zutritt mit einem Rauchvorhang gesichert, um ein Ausbreiten von Brandgasen zu verhindern. Das LF8 wurde direkt zur Ausfahrt der Tiefgarage beordert, da dort auch der Zugang zur Heizung lag. Auftrag war hier die weitere Absicherung und die Belüftung des direkt über der Heizung befindlichen Gebäudes.

Nach der bestätigten Rauchentwicklung wurde frühzeitig eine Alarmstufenerhöhung auf B3 ohne Personen durchgeführt. Dies war möglich, da die Rauchentwicklung auf den Heizungsbereich begrenzt war. Damit stand die Feuerwehr Zorneding zur Unterstützung und weitere Maßnahmen zur Verfügung. Die Erkundung ergab einen Rückbrand außerhalb der eigentlichen Brennkammer. Da teilweise Rauch aus der Förderschnecke der Pelletheizung austrat und ein Rückbrand in das Lager noch nicht sicher ausgeschlossen werden konnte, wurde die Feuerwehren Eglharting, Baldham und Vaterstetten nachalarmiert. Mit den alarmierten Feuerwehren standen auch genügend Atemschutzgeräteträger für den Einsatz und auch als Sicherung zur Verfügung.

Nachdem die Feuerwehr Zorneding bereits die Belüftung und Evakuierung der beiden direkt anschließenden Gebäude übernommen hatte, konnte die FF Eglharting die verbleibenden vier sichern. Die Feuerwehr Vaterstetten übernahm zusammen mit Baldham die Lüftung des Heizungsraums mit einer Lutte. Damit sollte eine Brand- und Rauchausbreitung innerhalb der Heizungsanlage und insbesondere auf das Pellet Lager durch Druckschwankungen verhindert werden. Nach der erfolgten Belüftung konnte eine Heizungsfachfirma die Anlage übernehmen. Die Anlage wurde kontrolliert in den Ruhemodus gebracht und außer Betrieb genommen. Ein erster Augenschein ergab, dass sich vermutlich Rauchgase angesammelt hatten, deren Durchzündung verursachte eine kleine Verpuffung, die den Austritt von Rauchgasen aus der Anlage nach sich zog. Die Versorgung der Anlage konnte durch eine zweite Heizungsanlage sichergestellt werden.

Die Feuerwehren Baldham, Eglharting, Vaterstetten, Zorneding und Pöring waren zusammen mit der Kreisbrandinspektion mit knapp 70 Personen im Einsatz. Mit den Feuerwehren waren auch ein Rettungswagen und eine Streife der Polizei vor Ort.